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Festo ist frei! |
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Geschrieben von: Gerd
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Samstag, den 21. August 2010 um 05:58 Uhr |
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Eine gute Nachricht! Mit einem ganz herzlichen Dank an Gott und an alle, die für Festo gebetet haben. Seit gestern ist er offiziell unschuldig und freigesprochen worden. Hier ist ein (leider schlechtes, weil nur mit meinem Telefon gemachtes) Foto von Festo wieder zuhause:
Das sollte ja eigentlich schon vor ein paar Tagen geschehen sein. Da war der Termin, und alle waren da: die vielen Gefangenen mit den Polizisten, die Angehörigen. Und wir wussten, dass das ein guter Tag werden sollte, denn wir wussten, dass Festo entlassen werden sollte. Nur einer fehlte: der Richter. Und ohne den geht gar nichts. Wir befürchteten, dass Festo noch wochenlang im Gefängnis auf eine Entlassung warten müsste, nur weil der Richter vielleicht gerade Urlaub macht. Aber sehr erfreulicher Weise bekam Festo seinen Termin gleich zwei Tage später.
Als wir da am Gericht so warteten hatte ich Robert nochmal gefragt, ob man da im Gefängnis ärztliche Versorgung hat. Denn Festo klagte lange schon über Bauchprobleme. Robert, einer der Jungs von saada mit einem gewissen Gefängnis-Insiderwissen, lachte nur. Und als ich dann noch wissen wollte, ob die Gefangenen denn Betten haben, meinte er, dass ich das doch wohl nur so als Witz fragte. Keine Betten. 40 Leute in einem Raum. Nur Matratzen (was sich so nennt. Eine dünne Lage Schaumstoff) und eine Decke. Wenn man sich hinlegen will, dann muss man mit den Händen erst mal die ganzen Insekten wegwischen. Wanzen, Kakerlaken und was da alles krabbelt. Keine Moskitonetze. Morgens gibt es "Uji", ein dünner Trinkbrei aus Mehl, Wasser und Zucker. Mittags gibt es eine Mahlzeit - Ugali (sowas wie ganz fester Kartoffelbrei, nur nicht aus Kartoffeln, sondern aus Maismehl) oder Reis mit ein paar roten Bohnen. Und dann erst am nächsten Morgen wieder Uji. Festo war ja vorher schon schlank. Aber jetzt ist er ein Strich.
Es war wirklich toll zu sehen, wie er zuhause ankam. Ein schöner Moment, als wir da ankamen und wie sich alle gefreut haben. Seine Oma, seine Schwester, seine Freunde und die vielen Jungs von saada. (Seine Oma mag ich sehr. Eine ganz liebe, niedliche alte Frau, die den lieben langen Tag vor ihrem Haus sitzt. Und wenn wir schräg gegenüber mit dem Trommeln loslegen, dann swingt sie manchmal leicht mit.)
Festo weiß, dass viele Menschen für ihn gebetet haben. Und er hat mir gesagt, dass ich mich bei allen in seinem Namen bedanken soll. Das tue ich hiermit. Danke! |
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50 Jahre KLB |
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Geschrieben von: Doro und Gerd
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Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 11:20 Uhr |
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Liebe Mitmenschen, viel zu lange haben wir euch mal wieder warten lassen, bis wir mit dem nächsten Bericht rausrücken. Wir bitten das zu verzeihen.
Wir haben Urlaub gemacht. Auf Sansibar. Für neun Tage haben wir uns an der Ostküste der Insel einquartiert. Und es war sehr sehr wunderbar. Wir konnten an einem traumhaft schönen Strand alles hinter uns lassen, abschalten und einfach die Zeit genießen. Den letzten Tag sind wir dann noch durch Stone-Town, den Altstadtteil von Sansibar-Stadt, spaziert. Und das war auch schön. Seht selbst (falls ihr denn Lust habt anderer Leuts Urlaubsbilder anzusehen).
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Safina |
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Geschrieben von: Doro
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Dienstag, den 10. August 2010 um 13:35 Uhr |
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An einem Samstag in den Ferien bin ich mit Andrea zum Müllplatz gefahren, wo die meisten Mütter der Kinder unseres Kindergartens arbeiten. Dort hat Anna, eine einheimische Mitarbeiterin bei Safina, einen Text aus der Bibel gelesen und den Leuten dort von Gottes Liebe erzählt. Wir haben zusammen gesungen und gebetet. Danach wurde das mitgebrachte Essen verteilt. Ein paar Kinder aus dem Kindergarten waren auch dabei.
Bei den älteren Kindern (z.B. Mfaume, Juma, Mage, Shukulani und Fatuma, ca. 9-12 Jahre alt) die in unseren Kindergarten kommen, hat sich eine sichtbare Unzufriedenheit breit gemacht. Das ist natürlich nachvollziehbar, weil sie Herausforderungen brauchen und endlich in die Schule müssen. Ab Januar werden sie in eine Integrationsklasse der staatlichen Schule. Sie brauchen Gebet, um diesen Schritt wirklich zu schaffen.
Bis dahin jedoch müssen sie noch im Kindergarten ausharren. Dies ist nicht sehr hilfreich für die Atmosphäre. Sie ärgern die Kleinen und demotivieren sie, wenn wir etwas spielen oder basteln wollen.
Ansonsten sind die kleinen Kinder im Kindergarten mit Freude dabei, etwas auszuschneiden, aufzukleben oder auch auszumalen. Auch bei den Spielen sind sie sehr fröhlich und ausgelassen. Da sind z.B. Kulwa und Doto, Zwillingsmädchen, ca. 3 1/2 Jahre alt. Sie haben anfangs immer sehr traurig ausgesehen, doch mittlerweile sind sie meistens fröhlich dabei. Da sind Bahati und Danieli, Jonas und Francis die am Liebsten „Katz und Maus“ spielen. Ein wildes Spiel, bei dem die Katze natürlich die Maus jagt. Oder Irene, die super gerne schneidet, um des Schneidens willen. Die meisten der Kinder haben zu hause weder Scheren noch Stifte, noch sonst irgendwelche Spielsachen, die wir für selbstverständlich halten.
Andrea, die Leiterin von Safina, hat eine wunderbare Filzbilderausstattung, anhand derer wir nun Geschichten aus der Bibel erzählen. Angefangen von der Schöpfungsgeschichte. Für die Vorbereitung der Geschichten brauche ich viel Zeit, weil mein Suaheli noch lange nicht fließend ist. Trotzdem macht es viel Spaß und dadurch lerne ich auch selbst viel. Aber am Meisten hoffe ich natürlich, dass die Kinder durch die Geschichten Jesus persönlich kennen lernen.
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Gute Neuigkeiten |
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Geschrieben von: Gerd
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Dienstag, den 22. Juni 2010 um 07:04 Uhr |
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Ich glaube es war letzte Woche, und das hatte ich ja noch gar nicht berichtet, da habe ich Kasimir gesehen. Kasimir war der, der über zwanzig Jahre drogenabhängig war, der dann nach Entzug einige Monate frei von Drogen war, der dann aber bescheuerter Weise wohl nochmal mit Drogen gehandelt hatte, weswegen sie ihn (logisch) einsperrten, und weswegen er hierzulande wohl auch nie wieder raus gekommen wäre. Dieser Kasimir ist wieder draußen.
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